Seelenstaub

Wenn ich alles, was ich geben wollte, geben könnte
und ein Zauber dich entzaubert, dich doch verzaubern sollte,
auch der Worte weiser Geist nun endlich spürbar würde,
dann wäre Seelenstaub von mir, bei dir.

Wenn im Aufschlag deiner Augen sich ein Fenster weitet,
sich dein Blick in mich verirrt, durchs Universum gleitet,
was dich umgibt dann mit Getöse in den Abgrund stürzt,
dann ist Seelenstaub von dir, bei mir.

Und es geht ein Wind, weiß, wo wir sind
und es geht ein Fluss, trägt was nie wiederfkehrt

Wenn unser Blick sich kreuzt am Himmel, wo die Kometen sterben,
wo nicht ins Wort gefasste Wünsche, nur ein Lächeln erben,
da wo die Zeiger aller Uhren dann im Raum zerfließen,
dann ist Seelenstaub von dir, bei mir.

Wenn sich beim Lesen fremder Schriften, uns ’re Bilder gleichen, uns ’re Sinne sich vermählen und die Sünden beichten,
wenn dir wie mir ein Wort genügt, der Welt Adé zu sagen,
dann ist Seelenstaub von dir, bei mir.

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